Keine kurze Geschichte
Schlesien gehöhrte in seiner rund tausendjährigen Geschichte zu den verschiedensten Reichen und...mehr...

Wählen Sie einen Kreis aus der Liste oder klicken Sie auf die Landkarte




Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen
im Oppelner Schlesien

ul. M.Konopnickiej 6
45-004 Opole

tel/fax: +48(0)774021070
tskn@tskn.vdg.pl

Konto Nr.: 97 1050 1487 1000 0005 0342 4046
ING-Bank ¦l±ski S.A. Oddzia³ Krapkowice

NIP 756-16-75-058


 

Mieszko I
Schlesien gehörte in seiner rund tausendjährigen Geschichte zu den verschiedensten Reichen und Staaten und vereinigt so das historische Erbe vieler Völker und Dynastien. Bereits im 9. Jahrhundert wurde Schlesien teil des Großmährischen Reiches, am Ende des 10. Jahrhunderts eroberte der Piastenprinz Mieszko I. Schlesien, wodurch dieses unter polnische Herrschaft geriet. Entscheidend für die Entwicklung war in dieser Zeit besonders die Errichtung des Bistums Breslau im Jahre 1000.


Das piastische Polen wurde Mitte des 12. Jahrhunderts durch
Die heilige Hedwig von Andechs gründet 1202 das Kloster Trebnitz
Erbteilung in Herzogtümer auf-geteilt, womit eine unabhängige geschichtliche Entwicklung Schlesiens von Polen einhergeht. Die schlesischen Piastenherzöge leiteten im 13. Jahrhundert auch die Besiedlung ihres Landes durch Deutsche ein, die mit ihren erweiterten agrarischen und handwerklichen Kenntnissen zum Fortschritt des Landes beitragen sollten.

Der Eintritt Schlesiens in die deutsche Reichsgeschichte beginnt mit der Abtretung der schlesischen Herzogtümer an Böhmen durch den polnischen König Kasimir III. im Jahre 1335. Zunehmend setzte sich in den Städten und auf dem niederschlesischen Land die deutsche Sprache durch. In Oberschlesien blieben slawische Dialekte und das Polnische neben dem Deutschen erhalten.

1526 fiel Böhmen und damit auch Schlesien an die Habsburger und blieb rund 200 Jahre lang unter dem Einfluss Wiens. Der schlesische Barock mit seinen Schlössern, Kirchen und religiösen Denkmälern fällt in diese Periode, die mit der Eroberung Schlesiens durch den Preußenkönig Friedrich den Großen 1740 ihr Ende nahm. Für Oberschlesien, welches in seiner Entwicklung stets hinter
Das Eichendorff-Schloss in Lubowitz im 18. Jahrhundert
Niederschlesien zurücklag, begann mit der preußischen Herrschaft eine rasche wirtschaftliche Entwicklung. Von der Industrialisierung, die sich besonders in der Bergbauregion um Gleiwitz und Kattowitz sprungartig vollzog, profitierte auch das Oppelner Land durch Infrastruktur und zunehmende Besiedlung. Die neue preußische, protestantische Herrschaft führte jedoch auch zu kulturellen Gegensätzen im mehrheitlich katholischen Oberschlesien. Nach der Reichsgründung 1871 äußerte sich dies insbesondere durch den Kulturkampf. Der im östlichen Teil des Oppelner Landes gesprochene slawische Dialekt (auch Wasserpolnisch oder Schlonsakisch genannt) konnte sich dennoch in der stark vermischten Bevölkerung halten und ist noch heute zu hören. Polnische Nationalisten machten sich die teils restriktive preußische Politik zunutze und forderten die Wiedererrichtung eines unabhängigen Polens unter Einschluss Schlesiens.

Nach dem 1. Weltkrieg sollte auf Beschluss des Völkerbundes eine
Oberschlesisches Industrierevier
Volksabstimmung über den weiteren Verbleib Oberschlesiens beim Deutschen Reich entscheiden. Ostoberschlesien, zu dem auch Kattowitz und große Teile des Industriegebiets gehörten, fielen an Polen, Westoberschlesien, also der Raum Oppeln, konnte als neuer Regierungsbezirk mit Sitz in Oppeln beim Reich bleiben. Das Hultschiner Ländchen im Süden Oberschlesiens fiel ohne Abstimmung an die damalige Tschechoslowakei. Die durch die willkürliche Grenzziehung ausgelösten, nationalen Konflikte entluden sich gewaltsam in Aufständen polnischer Nationalisten, die durch oberschlesische Selbstschutzgruppen abgewehrt wurden. In der Weimarer Zeit und im Dritten Reich sahen sich die Minderheiten beiderseits der Grenze erheblichem Druck ausgesetzt.

Deutsche Vertriebene auf der Autobahn
Mit dem Scheitern des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion und dem Vorrücken der Roten Armee nach Westen, befassten sich die Alliierten mit der Frage der Neuordnung Europas nach dem Kriege. Die Gebiete östlich von Oder und Neiße sollten unter polnische Verwaltung gestellt werden, somit auch Schlesien. Es wurde entschieden, alle Deutschen aus den betroffenen Gebieten umzusiedeln, um so vollendete Tatsachen in ethnischer Hinsicht zu schaffen. Auch die Schlesier waren von der Vertreibung betroffen, die viele nicht überlebten.

Während fast alle Deutschen aus Niederschlesien vertrieben wurden, verfolgte die neue polnische Verwaltung in Oberschlesien eine andere Politik. Facharbeiter, die für den Wiederaufbau der Nachkriegswirtschaft unentbehrlich waren, wurden im Lande zurückgehalten. Viele deutsche Oberschlesier, die den status quo nur für eine Übergangsregelung hielten, optierten unter Zwang für Polen, um so ihr Leben und ihr Eigentum zu schützen. Ein Fortbestand deutscher Kultur wurde von den polnischen Behörden jedoch nicht ermöglicht. Der Gebrauch der deutschen Sprache wurde verboten, deutsche Inschriften aus dem öffentlichen Leben getilgt, deutsche Denkmäler zerstört. Die verbliebenen Deutschen mussten die polnische Sprache lernen und sich mit ihren neuen Nachbarn, Ver-triebenen aus dem polnischen Osten, arrangieren.

Deutsche Schlesier am Rande des deutsch-polnischen Gipfels in Kreisau, 1989
Eine Ausreise in die Bundesrepublik war später nur einigen möglich - durch Familienzusammenführung oder Flucht. Erst nach der Wende im Jahre 1989 wurden Bedingungen geschaffen, die den Deutschen im Oppelner Land ihre kulturelle Entfaltung ermöglichen.

In der heutigen Woiwodschaft Oppeln leben rund 1,1 Million Menschen. Rund ein Drittel sind der deutschen Volksgruppe zuzurechnen.
Das Wahlkomitee
"Deutsche Minderheit"

Seit der Gründung von Verbänden der Minderheit 1990 war ein Ziel der deutschen Oberschlesier, auch politische Verantwortung auf allen Ebenen zu übernehmen...mehr...

Jugendinitiativen
Wie alle Minderheiten hat auch die deutsche Volksgruppe in Oberschlesien als übergeordnetes Ziel die Förderung der Jugend... mehr...

Im Rahmen der Sozial- Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien funktionieren über 80 verschiedene Kulturgruppen: Chore, Blassorchester, Kinder und Jugend Gruppen. mehr...

Studium in Deutschland für polnische Staatsangehörige hier...

Allgemeine Informationen für Studienbewerber mit deutscher Staatsangehörigkeit und polnischen Abiturzeugnissen. hier...

"Das Oppelner Land in den Augen von Bobby & Molly" ist eine sehr interessante und ungewöhnliche Form, um unsere Region zu zeigen. mehr...
Bobby & Molly