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| Mieszko I |
Schlesien gehörte in seiner rund tausendjährigen Geschichte
zu den verschiedensten Reichen und Staaten und vereinigt
so das historische Erbe vieler Völker und Dynastien. Bereits
im 9. Jahrhundert wurde Schlesien teil des Großmährischen
Reiches, am Ende des 10. Jahrhunderts eroberte der Piastenprinz
Mieszko I. Schlesien, wodurch dieses unter polnische Herrschaft
geriet. Entscheidend für die Entwicklung war in dieser
Zeit besonders die Errichtung des Bistums Breslau im Jahre
1000.
Das piastische Polen wurde Mitte des 12. Jahrhunderts
durch
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| Die heilige Hedwig von Andechs gründet 1202 das
Kloster Trebnitz |
Erbteilung in Herzogtümer auf-geteilt, womit eine unabhängige
geschichtliche Entwicklung Schlesiens von Polen einhergeht.
Die schlesischen Piastenherzöge leiteten im 13. Jahrhundert
auch die Besiedlung ihres Landes durch Deutsche ein, die
mit ihren erweiterten agrarischen und handwerklichen Kenntnissen
zum Fortschritt des Landes beitragen sollten.
Der Eintritt Schlesiens in die deutsche Reichsgeschichte
beginnt mit der Abtretung der schlesischen Herzogtümer
an Böhmen durch den polnischen König Kasimir III. im
Jahre 1335. Zunehmend setzte sich in den Städten und
auf dem niederschlesischen Land die deutsche Sprache
durch. In Oberschlesien blieben slawische Dialekte und
das Polnische neben dem Deutschen erhalten.
1526 fiel Böhmen und damit auch Schlesien an die Habsburger
und blieb rund 200 Jahre lang unter dem Einfluss Wiens.
Der schlesische Barock mit seinen Schlössern, Kirchen
und religiösen Denkmälern fällt in diese Periode, die
mit der Eroberung Schlesiens durch den Preußenkönig Friedrich
den Großen 1740 ihr Ende nahm. Für Oberschlesien, welches
in seiner Entwicklung stets hinter
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| Das Eichendorff-Schloss in Lubowitz im 18. Jahrhundert |
Niederschlesien zurücklag, begann mit der preußischen
Herrschaft eine rasche wirtschaftliche Entwicklung. Von
der Industrialisierung, die sich besonders in der Bergbauregion
um Gleiwitz und Kattowitz sprungartig vollzog, profitierte
auch das Oppelner Land durch Infrastruktur und zunehmende
Besiedlung. Die neue preußische, protestantische Herrschaft
führte jedoch auch zu kulturellen Gegensätzen im mehrheitlich
katholischen Oberschlesien. Nach der Reichsgründung 1871
äußerte sich dies insbesondere durch den Kulturkampf.
Der im östlichen Teil des Oppelner Landes gesprochene
slawische Dialekt (auch Wasserpolnisch oder Schlonsakisch
genannt) konnte sich dennoch in der stark vermischten
Bevölkerung halten und ist noch heute zu hören. Polnische
Nationalisten machten sich die teils restriktive preußische
Politik zunutze und forderten die Wiedererrichtung eines
unabhängigen Polens unter Einschluss Schlesiens.
Nach dem 1. Weltkrieg sollte auf Beschluss des Völkerbundes
eine
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| Oberschlesisches Industrierevier |
Volksabstimmung über den weiteren Verbleib Oberschlesiens
beim Deutschen Reich entscheiden. Ostoberschlesien, zu
dem auch Kattowitz und große Teile des Industriegebiets
gehörten, fielen an Polen, Westoberschlesien, also der
Raum Oppeln, konnte als neuer Regierungsbezirk mit Sitz
in Oppeln beim Reich bleiben. Das Hultschiner Ländchen
im Süden Oberschlesiens fiel ohne Abstimmung an die damalige Tschechoslowakei.
Die durch die willkürliche Grenzziehung ausgelösten, nationalen
Konflikte entluden sich gewaltsam in Aufständen polnischer
Nationalisten, die durch oberschlesische Selbstschutzgruppen
abgewehrt wurden. In der Weimarer Zeit und im Dritten
Reich sahen sich die Minderheiten beiderseits der Grenze
erheblichem Druck ausgesetzt.
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| Deutsche Vertriebene auf der Autobahn |
Mit dem Scheitern des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion
und dem Vorrücken der Roten Armee nach Westen, befassten
sich die Alliierten mit der Frage der Neuordnung Europas
nach dem Kriege. Die Gebiete östlich von Oder und Neiße
sollten unter polnische Verwaltung gestellt werden, somit
auch Schlesien. Es wurde entschieden, alle Deutschen aus
den betroffenen Gebieten umzusiedeln, um so vollendete
Tatsachen in ethnischer Hinsicht zu schaffen. Auch die
Schlesier waren von der Vertreibung betroffen, die viele
nicht überlebten.
Während fast alle Deutschen aus Niederschlesien vertrieben
wurden, verfolgte die neue polnische Verwaltung in Oberschlesien
eine andere Politik. Facharbeiter, die für den Wiederaufbau
der Nachkriegswirtschaft unentbehrlich waren, wurden
im Lande zurückgehalten. Viele deutsche Oberschlesier,
die den status quo nur für eine Übergangsregelung hielten,
optierten unter Zwang für Polen, um so ihr Leben und
ihr Eigentum zu schützen. Ein Fortbestand deutscher
Kultur wurde von den polnischen Behörden jedoch nicht
ermöglicht. Der Gebrauch der deutschen Sprache wurde
verboten, deutsche Inschriften aus dem öffentlichen
Leben getilgt, deutsche Denkmäler zerstört. Die verbliebenen
Deutschen mussten die polnische Sprache lernen und sich
mit ihren neuen Nachbarn, Ver-triebenen aus dem polnischen
Osten, arrangieren.
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| Deutsche Schlesier am Rande des deutsch-polnischen
Gipfels in Kreisau, 1989 |
Eine Ausreise in die Bundesrepublik war später nur einigen
möglich - durch Familienzusammenführung oder Flucht. Erst
nach der Wende im Jahre 1989 wurden Bedingungen geschaffen,
die den Deutschen im Oppelner Land ihre kulturelle Entfaltung
ermöglichen.
In der heutigen Woiwodschaft Oppeln leben rund 1,1 Million
Menschen. Rund ein Drittel sind der deutschen Volksgruppe
zuzurechnen.
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Das Wahlkomitee
"Deutsche Minderheit"
Seit der Gründung von Verbänden der Minderheit 1990 war
ein Ziel der deutschen Oberschlesier, auch politische
Verantwortung auf allen Ebenen zu übernehmen...mehr... |
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Jugendinitiativen
Wie alle Minderheiten hat auch die deutsche Volksgruppe
in Oberschlesien als übergeordnetes Ziel die Förderung
der Jugend... mehr... |
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| Im Rahmen der Sozial- Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien funktionieren über 80 verschiedene Kulturgruppen: Chore, Blassorchester, Kinder und Jugend Gruppen. mehr... |
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Studium in Deutschland für polnische Staatsangehörige
hier...
Allgemeine Informationen für Studienbewerber mit deutscher
Staatsangehörigkeit und polnischen Abiturzeugnissen. hier... |
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| "Das Oppelner Land in den Augen von Bobby & Molly" ist eine sehr interessante und ungewöhnliche Form, um unsere Region zu zeigen. mehr... |
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